Hausärztliche Vorsorgung

Ultraschalldiagnostik (Schilddrüse, Bauchorgane)

Als Ultraschall (oft als US abgekürzt) bezeichnet man Schall mit Frequenzen oberhalb des Hörfrequenzbereichs des Menschen. Er umfasst Frequenzen ab etwa 16 kHz. Schall ab einer Frequenz von etwa 1 GHz wird auch als Hyperschall bezeichnet. Bei Frequenzen unterhalb des für Menschen hörbaren Frequenzbereichs spricht man dagegen von Infraschall. 

Umgangssprachlich bezeichnet man mit „Ultraschall“ auch die Sonografie, ein bildgebendes Untersuchungsverfahren in der Medizin.

In Gasen und Flüssigkeiten breitet sich Ultraschall überwiegend als Longitudinalwelle aus. In Festkörpern kommt es wegen der auftretenden Schubspannungen zusätzlich auch zur Ausbreitung von Transversalwellen. Der Übergang von Luftschall in Festkörper oder Flüssigkeiten (oder umgekehrt) ist nur mit einem Koppelmedium mit angepasster akustischer Impedanz sowie bestimmter Dicke effektiv.

Um die Aussagekraft der Untersuchung überhaupt erst zu ermöglichen ist daher die Anwendung eines gallartartig-wässrigen Ultraschallgels zu berücksichtigen.

Ultraschall wird je nach Material eines Hindernisses an diesem reflektiert, in ihm absorbiert, gestreut oder tritt hindurch (Transmission). Wie bei anderen Wellen treten auch Brechung, Beugung und Interferenz auf. Die Reflektion des von dem Ultraschallkopf ausgesendeten Signals, wird in jenem wiederum aufgenommen und in ein entsprechendes Bildformat auf dem Monitor ausgegeben.

Spirometrie

Die Spirometrie oder auch Spirographie ist ein medizinisches Verfahren zur Messung und Aufzeichnung des Lungen- bzw. Atemvolumens und der Luftflussgeschwindigkeiten zur Beurteilung der Lungenfunktion. Die Spirometrie ist das am häufigsten eingesetzte Verfahren in der Pneumologie.

Dabei können das gesamte Lungenvolumen und einzelne Teile sowie seine Änderungen im Laufe des Atemzyklus bestimmt werden. Diese so genannten Ventilationsgrößen können z. B. mittels Spirometer gemessen werden.

Unterteilt wird die Spirometrie in Ruhe- und Ergo-Spirometrie.

Fahrradergometrie

Im medizinischen Bereich hilft die Ergometrie bei der Erkennung und Verlaufsbeurteilung von Herz- und Lungenerkrankungen und ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Risiko- und Prognoseabschätzung.

Die Ergometrie empfiehlt sich für Patienten mit mittlerer Vortestwahrscheinlichekit für kardiopulmonale Ereignisse. Patienten mit hoher Vortestwahrscheinlichkeit und typischer Symptomatik sollten primär invasive oder radiologische Verfahren empfohlen werden. Patienten mit geringer Vortestwahrscheinlichkeit haben häufig einen falsch positiven Befund.

Je nach Untersuchungsziel und Proband sind viele verschiedene Belastungsprotokolle üblich. In der Medizin wird meist eine stufenweise Belastung über neun bis zwölf Minuten durchgeführt. Die WHO empfiehlt einen Beginn mit 25 oder 50 Watt und eine Steigerung um 25 Watt nach jeweils zwei Minuten. 

Die Untersuchung endet entweder bei erreichter Ausbelastung oder erfüllten Abbruchkriterien. Der Test muss abgebrochen werden, wenn im EKGtiefe ST-Strecken-Senkungen oder -Hebungen auftreten, bei Angina-pectoris-Beschwerden, bei einem Blutdruckanstieg über 220 mmHg, einem Blutdruckabfall unter den Ausgangswert oder ventrikulären Herzrhythmusstörungen.

Die maximal zu erreichende Pulsfrequenz wird mit der Formel 220 minus Lebensalter errechnet. Eine Ausbelstung wird bei Erreichen der unteren Standartabweichung (Maximalfrequenz minus ca. 10–12 Schläge pro Minute) angenommen, beispielsweise für einen 60-Jährigen also bei einer Frequenz von etwa 150/min. 

EKG (12 Kanal)

Das Elektrokardiogramm (EKG) ist die Aufzeichnung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern mittels eines Elektrokardiografen. Das Elektrokardiogramm trägt im Deutschen auch die Bezeichnung Herzspannungskurve, gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt.
Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht. Über das herzeigene elektrische Leitungssystem aus spezialisierten Herzmuskelzellen läuft sie zu den übrigen Herzmuskelzellen. Diese elektrischen Spannungsänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche messen und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es ergibt sich ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Gesundheit des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt. Meist wird das EKG von zunehmend verlässlicheren Computerprogrammen ausgewertet, was jedoch die Beurteilung der Aufzeichnung auf Papier oder auf dem Bildschirm durch den Arzt nicht entbehrlich macht.

Langzeit - EKG

Als Langzeit-EKG (Abk. LZ-EKG) wird in der Medizin die Aufzeichnung des Elektrokardiogramms über einen längeren Zeitraum von meist 24 Stunden bezeichnet. Nach seinem Erfinder Norman J. Holter wird die Methode vor allem im angelsächsischen Raum auch Holter-EKG genannt.

Das Langzeit-EKG wird eingesetzt, um das Ausmaß von Herzrhythmusstörungen bewerten und auch seltene Rhythmusstörungen aufspüren zu können. Am gebräuchlichsten ist die kontinuierliche EKG-Registrierung über 24 Stunden mit Hilfe tragbarer Aufzeichnungsgeräte, die auch Durchblutungsstörungen des Herzens aufdecken können. Seltener wird eine diskontinuierliche Aufzeichnung mittels sogenannter Event-Recorder oder Loop-Recorder über längere Zeiträume durchgeführt. Implantierte Event-Recorder, die Herzschrittmachern ähneln, erlauben dabei auch mehrjährige Beobachtungszeiträume.

Langzeit - RR

Die Langzeitblutdruckmessung dient der Erfassung von Blutdruckwerten eines Patienten über einen längeren Zeitraum.

Eine Blutdruckmanschette wird am Oberarm des Patienten angebracht. Diese ist mit einem vollautomatischen Blutdruckmessgerät verbunden, welches nach Inbetriebnahme selbstständig in festgelegten Intervallen (z.B. 30 Minuten) die Blutdruckmessung vornimmt.

Die Messung kann sowohl stationär als auch ambulant erfolgen. Die ambulante Variante wird auch als ambulantes Blutdruck-Monitoring (ABDM) bezeichnet.

Die Langzeitblutdruckmessung hat einen festen Stellenwert in der Daignostik der Hypertonie und ermöglicht eine differenzierte Beurteilung des Blutdrucks unter Berücksichtigung der zirkardianen Rhythmik.

Behandlung von Diabetes mellitus (oral und Insulin)

Der Diabetes mellitus, umgangssprachlich Zuckerkrankheit oder seltener Blutzuckerkrankheit, bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselstörungen mit unterschiedlichen Ursachen. 

Diabetes mellitus bedeutet sprichwörtlich „honigsüßer Fluss“ und beschreibt damit das Hauptsymptom Betroffener – die Ausscheidung von Zucker mit dem Urin. 

Thomas Willis diagnostizierte 1675 die Krankheit. Bereits Ärzte der Antike in Indien, Alexandria und Rom konnten anhand einer Geschmacksprobe des Urins ihrer Patienten diese Erkrankung feststellen, denn der Harn von Personen mit Diabetes weist bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen süßlichen Geschmack auf.

Insulin ist das Hauptregelungshormon des Zuckerstoffwechsels im menschlichen Körper. Es fungiert nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip und öffnet dem Zucker die Tür in die Zelle. 

Wird es nicht in ausreichendem Maße von der Bauchspeicheldrüse gebildet, so spricht man von „absolutem Insulinmangel“. Relativer Insulinmangel hingegen beschreibt eine abgeschwächte Wirksamkeit des Insulins (Insulinresistenz) an der Zelle. Die Behandlung des Diabetes hat immer das Ziel der Reduktion des Blutzuckerspiegels zum Ziel, da die Glucose-Moleküle vielfach Veränderungen im menschlichen Körper, wie etwa Nerven- oder Gefäßschäden verursachen. Typ-I-Diabetiker erhalten (aufgrund der Insulinmangelproduktion) immer Insulinanaloga. Bei Typ-II-Diabetikern hingegen sollten zunächst köperliches Training und gesunde Ernährung auf der Agenda stehen, eher eine medikamentöse Therapie eingeleitet wird. Hierbei stehen dem Patienten eine ganze Reihe von Substanzen zur verfügen. Die „Insulinspritzen“ stehen, anders als bei Typ-I-Diabetikern, erst als letzte Option zur Verfügung. 

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